Altkleiderverwertung
Ökologisches Denken und humanitäre HilfeNach statistischen Erhebungen wird Kleidung in der BRD nur zu 40% aufgetragen, d. h. daß sie bei Abgabe ca. 60% ihrer Lebensdauer vor sich hat. Dies hängt einerseits sicher mit der Mode zusammen, andererseits mit dem allgemeinen Konsumverhalten in Deutschland. Angesichts der durch den einseitigen Baumwollanbau verdorrten und mit Pestiziden belasteten Böden - etwa 20% der weltweit verbrauchten Pestiziden werden auf Baumwollfeldern eingesetzt - ist eine möglichst lange Nutzung der Kleidung aus ökologischer Sicht sinnvoll. Die Gebrauchtkleidung wird bei uns sorgfältig sortiert, wobei wir darauf achten, daß die Kleidung sauber ist.
Die Kleidung wird überwiegend in EU Staaten exportiert, wo zum Teil ein enormer Bedarf an guten Gebrauchttextilien besteht. Der Export wird in fairer Weise abgewickelt: Die Textilien werden nur dort abgesetzt, wo sie tatsächlich erwünscht sind und eine Schädigung der lokalen Textilproduktion unterbleibt.
In Deutschland bleibt nur ein kleiner Teil der Altkleider der in Second-Hand-Shops dankbare Abnehmer findet. In Zusammenarbeit mit verschiedenen caritativen Organisationen, werden außerdem Gebrauchtkleider und Decken als humanitäre Hilfe verschickt, so z.B. nach Kroatien, Bosnien, Ungarn, Rumänien und Südamerika.

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